13. Woche im Jahreskreis – Samstag

Kalender
WG-Kalender
Datum
04.07.2020

Beschreibung

13. Woche im Jahreskreis – Samstag

Impulse zum Matthäusevangelium 9,14-17

Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist?

 

"Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab, und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten."

 

Um Weisheit und Jugendfrische des Geistes! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um Erneuerung des geistigen Lebens und um die Gnade des Verzichts aus Liebe zu Jesus.

 

  • Oft frage ich: „Warum soll ich fasten?“. Wie reagiere ich innerlich, wenn ich von der Notwendigkeit des Fastens höre? Jesus erklärt mir heute den Sinn des Fastens. Zusammen mit den Jüngern des Johannes nähere ich mich Ihm, um Seine Erklärung zu hören (v. 14).

 

  • Das Fasten findet seine Erklärung nicht so sehr in Gesetzesparagraphen und Normen, als viel mehr in der Beziehung zur Person Jesu. Seine letztendliche Motivation ist die Liebe zum „Bräutigam“ (v. 15). Ich frage mich über meine Motive, die mich zum Fasten bewegen.

 

  • Das größte „Fasten“ ist dann gegeben, wenn der Bräutigam fehlt. So oft ich Ihn im Leben verliere, so oft sollte ich fasten. Ich muss den Verzicht auf Sinnlich­keit, Bedürfnisse, Wünsche etc. lernen, die meine Beziehung zu Jesus töten.

 

  • Ich frage mich über Haltung, Verhalten, Entscheidungen, durch die ich im Leben den Bräutigam verliere. Will ich auf das verzichten, was mir den Bräutigam wegnimmt?

 

  • Jesus erzählt mir die Gleichnisse vom „Kleid“ und „Weinschlauch“ (v. 16-17), um mir zu helfen meine Entscheidungen und Haltungen, die das Fasten betreffen, zu erkennen. Er warnt mich vor der Gedankenlosigkeit. Gedanken­losigkeit in religiösen Praktiken zerstört das geistige Leben.

 

  •  „Altes Kleid“ und „alte Weinschläuche“ sind Symbole für meine Praktiken, die ich aus Tradition von den Vorfahren erhalten und bewahrt habe. Doch ich muss sie ständig in mir erneuern und auffrischen, damit das eine und das andere bewahrt wird: die Tradition und die Jugendfrische der geistigen Entfaltung.