18. Woche im Jahreskreis – Dienstag

Kalender
WG-Kalender
Datum
04.08.2020

Beschreibung

18. Woche im Jahreskreis – Dienstag

Impulse zum Matthäusevangelium 14,22-36

Herr befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme

 

"Gleich darauf forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret. Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt."

 

Suche Rettung bei Jesus! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um die Gnade sich an Jesus mit seinem ganzen Elend anzuschmiegen.

 

  • Nach der Brotvermehrung fordert Jesus die Jünger auf, dass sie zum anderen Ufer fahren sollen (v. 22). Er selbst begibt sich auf einen Berg, um zu beten. Er sucht nicht Seine Popularität. In allem, was er tut, sucht er die Ehre des VATERS. Und deswegen zieht er sich jetzt auf die Seite zurück.

 

  • Ich betrachte Jesus, der still und demütig ist und sich ganz dem VATER hingibt. Gelingt es mir, mich nach meiner apostolischen Arbeit zurückzuziehen? Suche ich vor allem die Ehre Gottes? Verdecke ich Ihn etwa noch mit mir selbst?

 

  • Zusammen mit Jesus begebe ich mich auf den Berg, um zu beten (v. 23). Ich schaue auf Sein betendes Gesicht, höre Seinem Gespräch mit dem VATER zu. Jesus schaut täglich auf den VATER und betet für mich. Glaube ich an Jesus, der mich dem VATER anvertraut?

 

  • Ich schaue auf die Jünger, deren Boot von den Wellen hin und her geworfen wird. Sie versuchen, das andere Ufer zu erreichen (v. 24). Ich fühle ihre Erschöpfung. Sie erkennen Jesus nicht, der auf sie zukommt (v. 25-26). Verdeckt nicht auch meine Erschöpfung, die die Folge des Stresses im Leben ist, Seine Gegenwart?

 

  • Ich begebe mich zu dem, was Petrus erlebt, als er auf dem Wasser auf Jesus zugeht (v. 28-30). Zusammen mit Ihm durchlebe ich den Augenblick, als er beginnt unterzugehen. So oft ich im Leben beginne unterzugehen, rettet mich Jesus. Er hilft mir, sobald ich mich auf Seine Hilfe öffne.

 

  • Ich denke an Augenblicke zurück, in denen ich den Anschein hatte, dass ich von nirgendwo her Hilfe bekomme. Erinnere ich mich an Momente, in denen ich auf besondere Weise die Gegenwart Jesu erfahren durfte, wo er mich aus schwierigen Situationen gerettet hat? Ich preise Ihn für diese Augenblicke. Ich bitte Ihn um das tiefe Gespür Seiner Gegenwart besonders in den Situationen, wo ich Krisen durchlebe.

 

  • Ich nähere mich Jesus mit dem ganzen Bewusstsein meiner Schwäche, um den „Saum Seines Gewandes“ (v. 34-36) zu berühren. Ich wiederhole mit Vertrauen: „Rette mich, denn ich gehe unter!“