2. Fastenwoche - Montag

Kalender
WG-Kalender
Datum
01.03.2021

Beschreibung

2. Fastenwoche - Montag

Impulse zum Lukasevangelium

"Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden." (Lk 6,36‑38)

 

Sei barmherzig wie der VATER! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um die Fähigkeit zu lieben und zu verzeihen.

Vielleicht hilft uns dieses mathematische Beispiel von P. Buob, um nicht zu richten. Da gibt es jemand, der kommt aus einer pathologischen Familie, hatte keine guten Lehrer, Pfarrer, Freunde etc. Er beginnt auf der Lebensskala bei – 50, bemüht sich mit allen Kräften das Gute zu tun und schafft es nur auf -10. Das Normale wäre aber mindestens der Wert 0. Dann gibt es jemand, der hatte eine super Familie, gute Lehrer, Pfarrer, Freunde. Er beginnt auf seiner Lebensskala bei +30, ist aber träge und schafft es bis zum Lebensende nur auf +35. Auf Erden war äußerlich ein riesiger Unterschied zwischen beiden, der eine erschien doch so gut, der andere viel zu schlecht. Doch vor Gott hat der anscheinend Schlechte 40 Punkte dazu gewonnen, der Gute aber nur 5 Punkte und dementsprechend belohnt. Also: Richten wir nicht! warten wir bis der Herr kommt, der alles Verborgene ans Licht bringen und dann jedem seinen gerechten Lohn geben wird.

 

  • Ich nähere mich Jesus, um Seine Ermahnungen und Ratschläge zu hören. Ich bitte Ihn um ein Herz, dass Seinen Worten gegenüber ergeben und offen ist. Ich merke, dass in jedem Ratschlag auch das Versprechen für ein glückliches Leben ist. Jesus erteilt mir Hinweise, wie ich für immer glücklich werden kann.
  • "Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“ (v. 36). Jesus wünscht, dass ich so liebe wie der VATER – sogar diese, von denen ich denke, dass sie es nicht verdient haben. Ich denke in der Gegenwart Gottes an diese Personen, wo es mir am schwersten fällt ihnen mit Liebe zu begegnen.
  • „Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet.“ (v. 37) Jesus erteilt mir eine Lebensweisheit: Wenn ich damit beginne andere Menschen zu verurteilen, gerate ich in einen verfluchten Kreislauf des Richtens. Das verschont dann auch mich nicht, da ich nicht frei bin von Fehlern und Schuld. Ich bitte Jesus, dass Er mir ein Herz schenken möge, das frei ist von der Versuchung des Richtens.
  • Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden.“ (v. 37). Gott gibt mir täglich die Chance zu Ihm zurückzukehren. Er verlangt nach meinem Heil und nicht nach meiner Verurteilung. Er will, dass ich das gleiche Maß dem Nächsten gegenüber anwenden möge. Stimme ich dem zu?
  • „Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.“ (v. 37). Gibt es in meinem Leben Menschen, denen ich nicht bereit bin zu verzeihen? Um was will ich Jesus bitten? 
  • „Gebt, dann wird auch euch gegeben werden.“ (v. 38). Wenn ich das, was ich habe, mit anderen teile, dann begegne ich ihrer Liebe. Wenn ich mich im Egoismus verschließe, werde ich keine Möglichkeit haben ihre Güte zu begegnen. Großzügigkeit bringt Großzügigkeit hervor. Geiz bringt Geiz hervor. Ich bitte Jesus, dass ich immer als Erster die Liebe weiterzuschenken vermag.
  • Ich bringe Jesus mein ganzes Leben. Ich bitte Ihn, dass Er mich mit Seiner Liebe ganz tief durchdringen und mir ein barmherziges Herz schenken möge, das verzeiht und großzügig ist.