2. Woche im Advent – Freitag

Kalender
WG-Kalender
Datum
13.12.2019

Beschreibung

2. Woche im Advent – Freitag

Impulse zum Matthäusevangelium 11,16-19

Jesus sagte: "Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. Johannes ist gekommen, er ißt nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, Recht bekommen."

 

Öffne dich auf den Willen Gottes und überwinde dich!

(nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um ein weises Herz, das fähig ist den Willen Jesu zu erkennen und anzunehmen.

 

Jesus kommt zu mir mit dem adventlichen Wort, das mich dazu führen will, mich selbst nach meiner Haltung Seinem Willen gegenüber zu fragen. Meine Betrachtung beginne ich mit der innigen Bitte, um tiefer erkennen zu können, „mit wem ich mich vergleichen soll“ (v. 16).

 

Jesus warnt mich vor der Haltung der „Kinder auf dem Marktplatz“. Sie wollen, dass Gott so tanzt, wie sie es Ihm „vorspielen“ und Er sich so „an die Brust schlägt“ wie es ihren Klagen entspricht (v. 17). Sie kreisen um sich selbst und sind ständig unzufrieden.

 

Ich denke über meine Gefühle und Gedanken nach, die ich für Gott hege. Was kann ich über meine Erwartungen Ihm gegenüber sagen? Finde ich im Bild der „Kinder auf dem Marktplatz“ auch mich selbst wieder?

 

Jesus macht darauf aufmerksam, dass, sooft ich mich wie die launischen Kinder auf dem Marktplatz aufführe, ich nicht fähig bin, Seine Gegenwart und Gnade abzulesen, mit der er auf mich zukommt. Meine Anklage kann zum Hindernis werden, um Jesus zu begegnen, der täglich so nahe ist (v. 18-19).

 

Ich mache mir bewusst, dass Gott auch heute Propheten zu mir sendet, die mich lehren, mich selbst zu überwinden, dem Willen Gottes hinzugeben und sich dafür einzusetzen (v. 18). Wie nehme ich sie an? Erlaube ich ihnen, dass sie meine sündhafte Haltung in Frage stellen und von mir mehr verlangen?

 

Der Advent lehrt mich den Menschensohn zu erkennen – den „Freund der Zöllner und der Sünder“ (v. 19). Das Bekenntnis zu meinem moralischen Elend kann der Beginn einer vertrauten Beziehung mit Jesus werden.

 

Im innigen Adventsgebet rufe ich: „Jesus, schenk mir ein weises, von Anklagen freies Herz, das offen ist für Deine anspruchsvolle Liebe!“