Kalender
WG-Kalender
Datum
11.10.2019
Liturgie
Johannes XXIII., Papst (1963)
Freitag der 27. Woche im Jahreskreis

27. Woche im Jahreskreis – Freitag

Impulse zum Lukasevangelium 11,15-26

Wenn ich die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe,

dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen

 

"Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher."

 

Nimm die Herrschaft Jesu an

und vertrau Ihm bis zum Ende! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um die Gabe einer tiefen Wachsamkeit des Herzens und um die Gnade der völligen Ergebenheit Jesu gegenüber.

 

  • Ich bitte Jesus, dass er mich zu den Gefühlen Seines Herzens zulassen möge. Er vernimmt Worte, die Ihm Leid zufügen. Die einen nennen Ihn einen Gehilfen des Beelzebul, andere stellen Ihn auf die Probe (v. 15-16).

 

  • Ich übertrage diese Situation auf meinen Alltag. Ich versuche mich an Situationen, Gespräche, Verhaltensweisen, Witze zu erinnern, durch die Jesus verspottet wird. Ich mache mir bewusst, wie sehr sie Ihn verletzen. Nehme ich an solchen Verhaltensweisen teil? Für was will ich Ihn besonders um Verzeihung bitten?

 

  • Das Verhalten der Ankläger Jesu entblößt ihren Seelenzustand. Ihre Unruhe, Verlorenheit, Wut werfen sie auf Ihn. Sie glauben nicht, dass sie durch Jesus den Frieden gewinnen können. Benommen von ihrem Schmerz erkennen sie nicht, dass das Reich Gottes bereits zu ihnen gekommen ist! (v. 17-20).

 

  • Ich halte Einkehr. Ich lausche auf mein Inneres. Welches Gefühl herrscht in mir vor? Welchen Einfluss haben sie auf meine Beziehung zu Jesus und zu den anderen Menschen? Was finde ich mehr vor: das Gute oder das Schlechte?

 

  • Jesus macht mich feinfühlig für die Wachsamkeit des Herzens. Es existiert der Böse, der herumkreist und danach trachtet, in mir den Frieden, die Reinheit und die Güte zu zerstören (v. 21-22). Welche Schwäche von mir wird oft zu einem Einfallstor für den Bösen? Ich erneuere meine Entscheidung Jesus treu zu sein, um das Gute nicht zu verlieren, das in mir ist.

 

  • Die ungesunde Selbstsicherheit und der Mangel an Wachsamkeit können sich als erster Schritt in die Richtung erweisen, die Früchte der Bekehrung zu verlieren. Der Böse will sich an den Bekehrten siebenfach rächen (v. 24-26). Jesus ist jedoch größer als die bösen Geister (v. 20)!

 

  • Ich frage mich nach meinem moralischen und geistigen Zustand. Entfalte ich mich oder mache ich Rückschritte? Welche Entscheidungen habe ich momentan für meine Bekehrung und Entfaltung notwendig? Ich bete den Hingabeakt: „Jesus ich erwähle Dich zum Herrn und König meines Herzens!“