Kalender
WG-Kalender
Datum
15.10.2019
Liturgie
Theresia von Avila, Ordensfrau, Kirchenlehrerin (1582)

28. Woche im Jahreskreis – Dienstag

Impulse zum Lukasevangelium 11,37-41

Gebt Almosen, dann ist für euch alles rein

 

"Nach dieser Rede lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert. Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein."

 

Kümmere dich um die Reinheit

und die Schönheit deines Inneren! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um die innere Rechtschaffenheit und Freiheit von der Verlogenheit.

 

  • Jesus, der zum Mittagessen eingeladen wurde, kehrt im Haus des Pharisäers ein und nimmt am Tisch Platz. Es ist Ihm bewusst, dass er das äußerliche Ritual des Händewaschens ausgelassen hat, das die Pharisäer mit aller Genauigkeit befolgen (v. 37-38).

 

  • Ich betrachte Jesus, der innerlich frei und rein ist und sich nicht davor fürchtet, wie er äußerlich von den Menschen beurteilt wird. Er ist unabhängig von der menschlichen Meinung und Verwunderung, die der Pharisäer äußert.

 

  • Das Bewusstsein der innerlichen Reinheit und völligen Zugehörigkeit zu Jesus wird mich frei machen vom menschlichen Unverständnis und äußerlichen Meinungen. Was kann ich über mein inneres Gefühl der Rechtschaffenheit sagen?

 

  • Jesus prangert öffentlich das Doppelleben der Pharisäer an: Das Kümmern um äußeres tadelloses Verhalten und zugleich das Verschließen der Augen auf das eigene Innere, aus dem der Schmutz der Sünde hervorkeimt (v. 39).

 

  • Welches Gespür erwacht in mir bei den strengen Worten Jesu? Wirft mir mein Gewissen die Haltung eines Pharisäers vor? Ziehe ich in meinem Leben nicht Masken auf, um das wirkliche Gesicht zu verdecken?

 

  • Der Schöpfer hat auch mein Inneres erschaffen (v. 40). Meine äußere Schönheit erinnert mich an die unwiederholbare Schönheit meines Inneren. Ich preise den Schöpfer für das Geschenk meiner Gefühle, meines Verlangens, meiner Gedanken, Freiheit und Liebe.

 

  • Ich mache mir bewusst, dass der Schöpfer weiterhin mein Inneres gestalten und schön machen will. Lasse ich Ihn zur Tiefe meines Herzens zu? Ich wende mich an den Schöpfer mit dem Hingabegebet: „In Deine Hände lege ich mein geistiges Leben!“