Kalender
WG-Kalender
Datum
16.10.2019
Liturgie
Gallus, Mönch, Einsiedler, Glaubensbote am Bodensee (um 640)
Hedwig von Andechs, Herzogin von Schlesien (1243)
Margareta Maria Alacoque, Ordensfrau (1690)
Mittwoch der 28. Woche im Jahreskreis

28. Woche im Jahreskreis – Mittwoch

Impulse zum Lukasevangelium 11,42-46

Weh euch Pharisäern! Weh auch euch Gesetzeslehrern!

 

"Jesus sagte: Doch weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürz­kraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden. Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken. Darauf erwiderte ihm ein Gesetzes­lehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür."

 

Mach eine Revision des Lebens! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um tiefe Aufrichtigkeit des Herzens im Bekenntnis der eigenen Sünden und Schwächen.

 

  • Mit intensiver Aufmerksamkeit höre ich die entschiedenen Worte Jesu. Er brandmarkt die Haltung der Pharisäer, die in den Augen der Menschen als religiöse Autoritäten gelten. Jesus weiß, was sich im Menschen verbirgt. Er konfrontiert sie mit der Wahrheit.

 

  • Jesus kennt mich durch und durch. Schließlich zählt das, wer ich in Seinen Augen bin. Ich bitte Jesus, dass er mir helfen möge, mit Seinen Augen auf mich zu schauen. Er möge mir die Gedanken meines Herzens enthüllen.

 

  • Jesus wirft den Pharisäern vor, dass sie sich um äußere religiöse Praktiken kümmern, jedoch die Liebe Gottes und die Gerechtigkeit vernachlässigen (v. 42). Weckt der Vorwurf Jesu Unruhe in meinem Herzen? Was ist das erste in meinem Leben? Welche Werte hüte ich am meisten und welche übergehe ich?

 

  • Die Anhänglichkeit an die „ersten Plätze“ und an die „Begrüßungen“ ist die nächste Schwäche, die mich verknechten kann, ähnlich wie den Pharisäer (v. 43). Wie erlebe ich Situationen, in denen ich von anderen übergangen, nicht beachtet werde?

 

  • Ich höre den schockierenden Vergleich Jesu: „Ihr seid wie Gräber …“ (v. 44). Jesus warnt vor verborgenen Unreinheiten, die unwillkürlich andere anstecken. Mit welcher Schwäche gefährde ich mir nahe stehende Personen?

 

  • Ich wende meine Aufmerksamkeit dem Schriftgelehrten zu, der sich von den Worten Jesu beleidigt fühlt (v. 45). Welche Gedanken und Gefühle werden in mir wach, wenn ich diese Vorwürfe höre? Ich bekenne sie Jesus. Jesus will, dass ich zuerst von mir selbst mehr verlangen sollte (v. 46).

 

  • Welchen inneren Antrieb verspürte ich bei der heutigen Betrachtung? Was bemerke ich bei der Arbeit an mir selbst als größte Herausforderung? Ich vertraue es Jesus an: „Jesus, ich übergebe Dir …“.