9. Woche im Jahreskreis – Montag

Kalender
WG-Kalender
Datum
01.06.2020

Beschreibung

  • 9. Woche im Jahreskreis – Montag
  • Impulse zum Markusevangelium 12,1-12
  • Die Winzer packten den geliebten Sohn, brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus

 

  • "Jesus begann zu ihnen in Form von Gleichnissen zu reden. Er sagte: Ein Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Zeit dafür gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen. Sie aber packten und prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen fort. Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; auch ihn misshandelten und beschimpften sie. Als er einen dritten schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die einen wurden geprügelt, die andern umgebracht. Schließlich blieb ihm nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als letzten zu ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, dann gehört sein Erbgut uns. Und sie packten ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus. Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer töten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen; aber sie fürchteten die Menge. Denn sie hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen sie ihn stehen und gingen weg."

 

·        Erkenne das eigene Leben im Licht des Wortes! (nach P. Wons)

  • Um was bitte ich? – Um die Gnade das eigene Leben im Licht des Wortes Gottes zu erkennen.

 

  • Jesus will mir ein Gleichnis über mein Leben erzählen. Das Leben habe ich von Ihm. Er hat in mein Leben Seine ganze Liebe investiert. Es liegt Ihm viel daran, dass ich es fruchtbar mache. Ich lade Ihn zu meiner Betrachtung ein. Ich setze mich zu Seinen Füßen nieder und höre auf Ihn mit meinem ganzen Denken, Herzen und Willen.

 

  • Der Weinberg stellt mein Leben dar. Gott ist der Gutsherr. Er hat meinen Weinberg, mein Leben, mit allem ausgestattet, was notwendig ist, um Frucht zu bringen. Er hat ihn (den Weinberg, mein Leben) an mich „vermietet“ (v. 1). Bemerke ich den Reichtum der Gaben, die ich von Gott empfangen habe?

 

  • Gott erwartet von mir die Früchte zur gegebenen Zeit (v. 2). Er lässt mir Zeit zum Wachsen, Reifen und Frucht bringen. Bin ich geduldig mit meinem Rei­fungs­­prozess? Ich schaue auf den Weg der Entwicklung meiner Berufung.

 

  • Ich schaue aufmerksam auf das Verhalten der Winzer dem Gutsherrn gegen­über (v. 3-8). Sie verachten seine Geduld und Güte. Sie verhalten sich so, wie wenn sie selbst die Herren des Weinbergs wären. Bis zum Schluss stellen sie Seine Herzlichkeit auf die Probe und versuchen Ihn mit ihrem bösen Willen.

 

  • Ich mache mir bewusst, wie äußerst geduldig und gut Gott meinen Schwächen und Sündenfällen gegenüber ist. Er sendet mir sogar seinen einzigen Sohn, um den Weinberg meines Lebens zu retten (v. 6). Wie antworte ich auf Seine Eingebungen und den Ruf zur Bekehrung?

 

  • Die Liebe Gottes, die ignoriert und getötet wird, wird zum Eckstein, an dem diese anstoßen, die Ihn nicht angenommen haben (v. 10-11). Die Verstoßung der Liebe Gottes ist das größte, höllische Leiden, mit dem sich der Mensch belädt. Er beraubt sich der ewigen Freude, die er im Weinberg des Herrn hatte.

 

Welche Gefühle entstehen in mir beim Hören dieses Gleichnisses von Jesus? Welche Wahrheit zeigt es mir über mich selbst? Ich vertraue Ihm meine Erlebnisse und Entdeckungen an. Ich bitte Ihn, dass ich mich niemals von Seinem Wort entfernen möge (v. 12), sondern zulasse, dass es mich mit der Wahrheit über mein Leben konfrontiert.