11. Woche im Jahreskreis – Dienstag

Kalender
WG-Kalender
Datum
15.06.2021

Beschreibung

11. Woche im Jahreskreis – Dienstag

Impulse zum Matthäusevangelium 5,43-48

"Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist."

 

Liebe ohne dabei auf die Person zu schauen! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um die Gnade die Feinde zu lieben.

 

  • Ich rufe innig den Geist der Liebe herbei, damit er mich tief durchdringen und mein Herz auf diese schwierigen Worte Jesu öffnen möge. Um was will ich Ihn am meisten bitten?
  • „Ihr habt gehört …“ (v. 43). Jesus macht den Jüngern bewusst, dass unser Verstand und Herz ständig unter dem Einfluss von dem steht, was wir so hören, nämlich: „Den Freund soll man lieben, die Feinde hassen!“. Welche Meinung zu diesem Thema dringt heutzutage an mein Ohr? Was hat Einfluss auf mein Denken und Verhalten?
  • „Ich aber sage euch …“ (v. 44). Jesus lässt mich verstehen, dass Seine Lehre sich oft mit den Ansichten widerspricht, die so allgemein verbreitet sind. Vermag ich mich auf die Seite der Lehre Jesu zu stellen und das auch dann, wenn sie nicht populär und entgegen verbreiteten Meinungen ist?
  • „Liebt eure Feinde“ (v. 44). Zuerst muss ich mich dazu bekennen, dass es in meinem Leben unfreundschaftliche Beziehungen gibt. Wenn man sie verbirgt, können sich feindliche Gefühle vertiefen. Wenn sie sich in mir bemerkbar machen, versuche ich, sie vor Jesus auszusprechen.
  • Der Wille, die Feinde zu lieben, beinhaltet nicht die sofortige Änderung der verletzten Gefühle. Psychische und geistige Verletzungen brauchen oft lange, bis sie geheilt sind. Nur der Vater kann sie völlig heilen.
  • Ich stehe vor dem VATER mit meinen Verletzungen und dem Gefühl, benach­teiligt worden zu sein. Ich mache mir bewusst, dass er mich durch und durch kennt. Er kennt auch meine Feinde und das Böse, das sie mir angetan haben. Er hört nicht auf sie zu lieben (v. 45). Ich bitte um Seine Liebe, damit ich durch sie von meinen Schmerz und dem Gefühl benachteiligt worden zu sein, geheilt werde.
  • Jesus warnt mich davor, meine Herzlichkeit nur auf auserwählte Personen zu begrenzen (v. 46-48). Gibt es in meinem Leben Personen, die ich nicht in meine Nähe lasse? In diesen Tagen bete ich öfters um die Heilung meiner schwierigsten Beziehungen: „Vater, heile mein Herz!“