20. Woche im Jahreskreis – Sonntag Jahr C

Kalender
WG-Kalender
Datum
14.08.2022

Beschreibung

20. Woche im Jahreskreis – Sonntag Jahr C

Impulse zum Lukasevangelium 12,49-53

Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern Spaltung

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muß mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter."

 

Lebe entschieden nach dem Evangelium! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Möge die Liebe zu Jesus und Seinem Evangelium mein Leben tief durchdringen!

 

  • Im Vertrauen erzählt Jesus Seinen Jüngern von Seinem tiefsten Verlangen. Dieses Verlangen erfüllt die Berufung und ist so stark, das es zeitweise zu Ungeduld und "Qual" führt (v. 49-50).

 

  • Wie erlebe ich meine Lebensberufung? Gibt es in mir den Wunsch nach vollkommener Erfüllung meiner Berufung? Was kann ich heute hinsichtlich meiner Berufung über meinen Eifer sagen? Ich spreche ehrlich mit Jesus darüber und bitte Ihn innig, dass er mich an dem Feuereifer, der Ihn erfüllt, teilnehmen lässt.

 

  • Ich betrachte Jesu Streben nach Erfüllung Seines Auftrags (v. 51-52). Er ist sich dessen bewusst, dass das Evangelium, das er verkündet, bei den Menschen nicht unbedingt gut angenommen wird. Für viele wird Jesus zu einer Quelle des Anstoßes und der inneren Unruhe. Ich erinnere mich an die alltäglichen Situationen, in denen ich mich auf die Seite Jesu und Seines Evangeliums stellen sollte. Wie verhielt ich mich damals?

 

  • Welche Forderungen Jesu beunruhigen mich am meisten und entzweien mein Herz? Ich bekenne Jesus meine Unruhe, meine Zweifel und meinen Zwiespalt.

 

  • Jesus versichert mir, dass die Verkündigung des Evangeliums wie ein auf die Erde geworfenes Feuer sein wird. Einerseits wird mein Feuereifer für die Sache Jesus positiv den Eifer der Menschen hervorrufen, andererseits wird meine Gleichgültigkeit andere Menschen anstecken, selbst lau zu werden. Ich bitte Jesus um die Kraft, entschieden Zeugnis für Ihn ablegen zu können.

 

  • Jesus erinnert mich daran, dass es keinen dritten Weg gibt. Entweder stehe ich entschieden und konsequent zu Jesus oder ich verhalte mich oberflächlich und kompromissbereit. Ich bitte Jesus, er möge mir helfen alle Versuchungen zu Gleichgültigkeit und Kompromissbereitschaft zu demaskieren und zu überwinden. Ich vertraue Ihm meine Lebensberufung an und bitte Ihn, er möge mich immer neu mit Seinem Feuereifer anstecken.

 

  • Die Abendliche Viertelstunde vor Gott: Wie habe ich das Wort Gottes heute in Geschehnissen erfahren? Im Gespräch mit dem Herrn danke ich Ihm für die Augenblicke, in denen ich Seine Liebe besonders spüren durfte. Wofür bitte ich Gott um Verzeihung? Ich erneuere meine Bitte für diese Woche.

15. August - Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

Impulse zum Lukasevangelium 1,39-56

Der Mächtige hat Großes an mir getan: Er erhöht die Niedrigen

 

"Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück."

 

Betrachte die Menschlichkeit Mariens! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um menschliche Empfindsamkeit und Einfachheit in den Begegnungen mit dem anderem Menschen.

 

  • Ich schaue auf Maria, die in die Ferne eilt und dabei die schwere Reise auf sich nimmt, um Elisabeth zu helfen (v. 39). Ich bitte Maria, dass sie mir erlaubt, sie auf dem Weg zu begleiten. Ich versuche mich in ihr Erleben hineinzufühlen.

 

  • Ich bemerke die Freude auf dem Gesicht von Elisabeth, als Maria sie begrüßt (v. 40-45). Zwei Frauen, die sich in Demut begegnen. Sie umarmen sich voller Liebe und Wertschätzung. Ich betrachte ihr Treffen, ihre Gesten, ihr Gespräch.

 

  • Wie sehen meine Beziehungen mit den Allernächsten aus, in der Familie und in der Gemeinschaft? Kann ich allen, ohne Ausnahme, entgegenkommen? Gibt es auch solche Personen, die ich meide und aus verschiedenen Gründen nicht helfen will? Wer ist es? Im herzlichen Gebet bitte ich Maria, dass sie mir helfen möge, mich ihnen zu nähern.

 

  • Ich schaue auf Maria, die voller Dankbarkeit vor Gott ihre Freude zum Ausdruck bringt. Sie preist Ihn für Seine Güte und Barmherzigkeit. In Ihm selbst entdeckt sie ihre Würde und ihren Wert. Sie freut sich an ihrer Berufung. Das Gebet Mariens wird zum Spiegel der Schönheit ihrer Seele.

 

  • Mit tiefgründiger Aufmerksamkeit entdecke ich in den weiteren Versen des Magnifikat die geistige Schönheit Mariens (v. 46-55). Welche Tugenden Mariens berühren mich besonders? Ich schaue auf Sie und sättige das eigene Herz an der Schönheit ihres Innenlebens.

 

  • Was kann ich über mein persönliches Gebet sagen? Die Qualität des Gebets ist ein Spiegelbild der Qualität meines Innenlebens. Welche Worte vom Gebet Mariens könnte ich als die Meinigen wiederholen, und welche erscheinen mir fremd und entfernt?

 

Im herzlichen Gespräch mit Maria bitte ich Sie, dass sie mir den demütigen Dienst und das tiefe innere Gebet lieben lehren möge. Um das gleiche bitte ich für meine Allernächsten. Ich beende das Gebet mit dem Magnifikat.