6. Osterwoche – Dienstag

Kalender
WG-Kalender
Datum
11.05.2021

Beschreibung

6. Osterwoche – Dienstag

Impulse zum Johannesevangelium 16,5-11

"Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; Sünde: dass sie nicht an mich glauben; Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist."

 

Öffne dich auf das Wirken des Heiligen Geistes! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um ein wachsames und empfindsames Herz auf die Eingebungen des Geistes Gottes.

 

  • Ich befinde mich unter den Jüngern Jesu. Ich bemerke, wie mitgenommen und traurig sie sind, als sie die Worte Jesu vernehmen. Sie hören von Seinem baldigen Weggehen (v. 5-6). Sie können sich das Leben ohne Ihn nicht vorstellen. Drei Jahre lange waren sie Tag für Tag bei Ihm. Sie fürchten sich jedoch Ihn zu fragen, wohin er hingehen wird.
  • Was kann ich über mein persönliches Band mit Jesus sagen? Liegt mir etwas an Ihm in meinem Alltag? Suche ich Ihn im Wort (Gottes), in der Eucharistie, im längeren Gebet?
  • Ich bemerke die Verwunderung unter den Jüngern, als sie hören: „Es ist gut für euch, dass ich fortgehe“ (v. 7). Habe ich solche Augenblicke in meinem Leben gehabt, in denen es mir so vorkam, dass Jesus nicht mehr da ist und mich allein gelassen hat? Wie sehe ich heute diese Augenblicke? Ich spreche mit Jesus darüber.
  • Jesus sehnt sich danach, mir immer mehr zu geben. Die Augenblicke meiner Einsamkeit und Verlassenheit können für mich zu Zeiten besonderer Gnaden werden. Sein Geist ist immer bei mir. Die größte Traurigkeit kann er in den größten Trost verwandeln.
  • Erinnere ich mich an Augenblicke, in denen ich irgendein Leid oder Traurigkeit erlebt habe und plötzlich inneren Trost verspürte ohne jegliche äußere Ein­wir­kung? Wann war das? Für welchen Trost will ich Jesus am meisten danken?
  • Nur der Heilige Geist kann mir helfen meine Sünde genau zu erkennen. Nur Er lehrt mich, richtig auf mich und auf andere zu schauen. Nur Er kann mein Leben und andere wirklich beurteilen (v. 8-11). Um was will ich den Heiligen Geist in diesem Augenblick bitten?
Jesus sendet mir den Hl. Geist in Seinem Wort, im persönlichen Gebet. Umso tiefer mein geistiges Leben wird, umso tiefer wird meine innere Empfindlichkeit auf Sein Wirken. Ich bleibe bei diesem geistigen Stoßseufzer: „Jesus öffne mich auf deinen Geist!“.