25. Woche im Jahreskreis – Sonntag Jahr C

Kalender
WG-Kalender
Datum
22.09.2019

Beschreibung

25. Woche im Jahreskreis – Sonntag Jahr C

Impulse zum Lukasevangelium

Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon

 

"Jesus sagte zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein. Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich. Doch - ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Faß Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin, und schreib «fünfzig». Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, und schreib «achtzig». Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht. Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon."

 

Geh mit den empfangenen Fähigkeiten verantwortlich um! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um einen verantwortlichen Einsatz meiner Fähigkeiten.

 

  • Aufmerksam höre ich das Gleichnis Jesu (v. 1-8) und denke daran, dass das Gleichnis auch mein Leben und meine Berufung betrifft. Der reiche Mann ist Gott. Ich bin der Verwalter, dem er das Vermögen anvertraut hat (das Leben, die Berufung, die Fähigkeiten etc.), damit ich sie gut verwalte. Sie sind nicht mein Eigentum.

 

  • Ich denke darüber nach und zähle vor Jesus die kostbarsten Gaben auf, die er mir anvertraut hat. Wofür will ich Ihm besonders danken? Was kann ich von der Verwaltung der mir anvertrauten Talente sagen? Vermehre ich sie oder vergeude ich sie?

 

  • Das größte Vermögen besteht darin, dass ich Gott auf der Erde erlebt habe. Entsprechen mein Leben und meine Berufung diesem Vermögen? Gott will, dass dieses mir anvertraute Vermögen mir hilft, mich an andere zu verschenken. Was kann ich von der Tugend der Großzügigkeit und Opferbereitschaft in meinem Leben sagen? Wie könnte Jesus sie beurteilen?

 

  • Jesus erinnert mich an das wichtige Prinzip echten Wachstums. Nur dann, wenn ich in kleinen Dingen treu bin, kann ich es auch in großen Dingen sein (v. 10). Warte ich auf die großen Gelegenheiten zum Opfer und vernachlässige dabei gleichzeitig die kleinen alltäglichen Dinge? Lebe ich in Illusionen? Was kann ich von meinem Alltag sagen? Bin ich darin treu?

 

  • Jesus warnt mich vor einem Leben ohne klare Entscheidungen (v. 13). Habe ich mich wirklich klar und eindeutig für Jesus entschieden, oder teile ich mein Leben in zwei Hälften: etwas für Jesus und etwas für mich?

 

  • Ich wende mich mit der Bitte an Jesus, er möge mir helfen, mich durch die Treue in den kleinsten Dingen täglich neu für Ihn zu entscheiden.

 

Die Abendliche Viertelstunde vor Gott: Wie habe ich das Wort Gottes heute in Geschehnissen erfahren? Im Gespräch mit dem Herrn danke ich ihm für die Augenblicke, in denen ich Seine Liebe besonders spüren durfte. Wofür bitte ich Gott um Verzeihung? Ich erneuere meine Bitte für diese Woche.