Wort Gottes Kalender

Worte Gottes

– Reinigende Kraft – Joh 15,3

     Reinigende Kraft      Joh 15,3

„Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe.“

Katechese: Der Himmlische VATER will mit der Kraft des Wortes Jesu die Gefühle und Gedanken der Menschen reinigen von Stolz und Lieblosigkeit. Denn der Mensch wird getrieben von schlechten Begierden aller Art. Durch die gläubige Aufnahme des Wortes Jesu kommt Gott selbst mit Seinem Licht und Seiner Kraft zum Menschen. Es gilt dann die Seligpreisung Jesu: „Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen!“ (Mt 5,8)

Überlegung: Jesus kannte die Geheimnisse des Herzens und sagte deshalb traurig über Judas Iskariot, dass er nicht rein ist (vgl. Joh 13,10). Denn er war zwar bei Jesus, nahm Sein Wort aber nicht auf und verfolgte seine eigenen schlechten Pläne. – Bekämpfe ich meine schlechten Gedanken und Gewohnheiten mit Worten aus der Hl. Schrift? – Bin ich bereit, die ganze Lehre Jesu anzunehmen, auch wenn manches Wort schmerzt und unbequem ist?

Gebet: VATER, hilf mir, das Wort Jesu anzunehmen! Erschaffe mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist (Ps 51,12). Amen.

– Wort des Ewigen Lebens – Joh 6,68

     Wort des Ewigen Lebens      Joh 6,68

„Simon Petrus antwortete Ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“

Katechese: Petrus bekam vom Himmlischen VATER das Licht, dass er in Jesus nicht nur einen Menschen sehen durfte, sondern den Gottmenschen, der uns die Kraft Gottes vermittelt. Nach der Auferstehung rief er allen zu: Es gibt keinen anderen Namen außer dem Namen Jesu, in dem Heil ist und wir gerettet werden können! (vgl. Apg 4,12)

Überlegung: Es herrscht ein starker Trend, eine Einheitsreligion zu schaffen: Buddha, Mohammed, Jesus. Das ewige Heil, die Sündenvergebung und die Kraft zu einem guten Leben finden wir jedoch nur beim Gottmenschen Jesus. – Liebäugle ich noch mit den Lehren anderer Religionen, die mit menschlichen Therapien die Selbsterlösung anbieten? – Habe ich schon alle Götzenbilder aus meiner Wohnung entfernt und Jesus als meinen einzigen Erlöser und Heiland angenommen?

Gebet: Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre, Macht und Stärke gebühren allein Dir, unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen. (vgl. Offb 7,12)

– Vereinigung mit dem VATER – Joh 14,23

     Vereinigung mit dem VATER      Joh 14,23

„Wenn jemand Mich liebt, wird er an Meinem Wort fest­halten; Mein VATER wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“

Katechese: Maria, die Mutter Jesu, liebte Gott mit ganzem Herzen. Bevor sie Jesus in ihrem reinen Schoß empfing, lebte Gott bereits durch das Wort Gottes in ihr, das sie gläubig aufgenommen hat. Auch später bewahrte Maria alle Worte Jesu in ihrem Herzen und dachte darüber nach (vgl. Lk 2,19). So wurde Gott in ihr selbst zur lebendigen Quelle, aus der sie die Liebe zu allen schöpfte.

Überlegung:Vor der Taufe, meine Lieben, waren wir alle Tempel des Teufels, nach der Taufe wurden wir Tempel Christi.“ (hl. Cäsarius) – Nehme ich Jesus als meinen Herrn an? – Halte ich den Tempel meiner Seele rein von Stolz und Egoismus? – Lege ich die Quelle des lebendigen Wassers in meiner Seele frei, um sich selbst und andere Menschen an der Liebe Gottes zu erquicken?

Gebet: O Jesu, all mein Leben bist du, ohne dich nur Tod. Meine Nahrung bist du, ohne dich nur Not. Meine Freude bist du, ohne dich nur Leid. Meine Ruhe bist du, ohne dich nur Streit, o Jesu. (GL 472)

– Fruchtbares Gebet – Joh 15,7

     Fruchtbares Gebet      Joh 15,7

„Wenn ihr in Mir bleibt und wenn Meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.“

Katechese: Wir wissen oft nicht, um was wir in rechter Weise beten sollen. Denn meistens ist unser Gebet befleckt von egoistischen Tendenzen und Wünschen. Wenn aber der Geist Gottes durch die Betrachtung des Wortes Gottes in uns bleibt, dann wird Er selbst unser Gebet lenken und auch die Erfüllung dieser Bitten schenken.

Überlegung: „Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt, noch über euren guten Willen hinaus.“ (Phil 2,13) – Ist mir bewusst, dass alles ein Geschenk der Liebe Gottes ist? – Danke ich Ihm für die Gnade, dass ich an Ihn glauben darf und für die Kraft, dass Er selbst in mir alles Gute vollbringt? – Danke ich Ihm für die Erhörung aller Bitten, die Sein Geist mir eingibt?

Gebet: O Jesu, all mein Glaube bist du, Ursprung allen Lichts. Meine Hoffnung bist du, Heiland des Gerichts. Meine Liebe bist du, Trost und Seligkeit. All mein Leben bist du, Gott der Herrlichkeit, o Jesu. (GL 472)

– Das Wort richtet – Joh 12,48

     Das Wort richtet      Joh 12,48

„Wer Mich verachtet und Meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag.“

Katechese: Jesus ermahnt uns, das Wort Gottes ernst zu nehmen. Denn „Himmel und Erde werden vergehen, aber Seine Worte werden nicht vergehen.“ (vgl. Mt 24,35) Wenn wir als Christen das Licht und die Kraft Seines Wortes nicht zum Guten genützt haben, werden wir dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist dann wie ein kostbares Talent, das wir vergraben haben, statt damit das Böse in der Welt zu besiegen.

Überlegung: Das Wort Gottes „richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens.“ (vgl. Hebr 4,12) – Bekämpfe ich mit der Kraft des Wortes Gottes alle Gefühle und Gedanken der Gottlosigkeit und des Zweifels, des Hasses und der Unversöhnlichkeit, der Unbarmherzigkeit und des Stolzes, der Lüsternheit und der Habsucht?

Gebet: Herr, da wir vor Dir nicht bestehen können, schenk’ uns Verzeihung und die Gnade Deiner unendlichen Barmherzigkeit. Amen.

– Herzensfreude – Jer 15,16

     Herzensfreude      Jer 15,16

„Kamen Worte von Dir, so verschlang ich sie; Dein Wort war mir Glück und Herzensfreude; denn Dein Name ist über mir ausgerufen, Herr, Gott der Heere.“

Katechese: Das Wort Gottes ist nicht nur Kraftquelle. Es beschenkt uns mit tiefem Frieden und unsagbarem Glück, das wir sonst nirgendwo finden können. Es lässt uns das Glück des Himmels erahnen, das auf alle wartet, die sich zu Lebzeiten auf Gottes Wort geöffnet haben.

Überlegung: „Mensch, wird das Paradies in dir nicht erstlich sein, so glaube mir gewiss, du kommest nimmer drein!“ (Ang. Silesius) Weiß ich, dass der Himmel bereits hier auf Erden beginnt, wenn Jesus durch Seine Gnade in meine Seele einzieht? – Helfe ich anderen Menschen das Glück Jesu zu finden? – Weiß ich, dass eine halbe Stunde Betrachtung des Wortes Gottes von der Kirche mit einem vollkommenen Ablass versehen ist, wodurch der Nachlass von Sündenstrafen von Gott geschenkt wird? – Gebe ich gute Zeitschriften, Bücher, CDs an andere weiter?

Gebet: Herr, ich bin nur Gast auf Erden. Verbirg mir nicht deine Gebote und gib mir Kraft und Freude bei ihrer Erfüllung (vgl. Ps 119,19). Amen.

– Bitte um das Himmelsbrot – vgl. Mt 6,11

     Bitte um das Himmelsbrot      vgl. Mt 6,11

Unser überwesentliches Brot gib uns heute!

Katechese: In dieser VATER-Unser-Bitte lehrt uns Jesus eigentlich, um das geistige Brot zu bitten. Dieses Wort (grch. epiousion) kommt in der Bibel nur einmal vor und bezeichnet unmittelbar das Brot des Lebens, den Leib Christi, die Arznei für die Unsterblichkeit der Seele.

Überlegung: Eucharistische Wunder bestätigen die Gegenwart Jesu in der Hl. Hostie, wie zum Beispiel das Wunder von Lanciano, wo die hl. Hostie sich verwandelt hat. Die Hälfte der hl. Hostie blieb unverändert, die andere Hälfte verwandelte sich in Fleischfasern. Wissenschaftler stellten fest, dass es Fasern aus einem menschlichen Herzen sind. Jesus macht sich also selbst zum Brot, das uns stärkt auf dem Weg zu Gott. – Nehme ich in Demut und Glauben diese Wahrheit an und bitte täglich um das Himmelsbrot? – Danke ich Jesus für Seine Liebe zu mir?

Gebet: Gottheit tief verborgen, betend nah ich Dir. Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier. Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich Dir mich hin, weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin. (GL 546)

– Ströme Lebendigen Wassers – Joh 7,37-38

     Ströme Lebendigen Wassers      Joh 7,37-38

„Wer Durst hat, komme zu Mir, und es trinke, wer an Mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus Seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.“

Katechese: In der Begegnung mit der Samariterin beim Jakobsbrunnen vergleicht sich Jesus mit einer Quelle lebendigen Wassers. Die Frau, die in ihrer Schwäche fünf Männer hatte, durfte von Jesus die Kraft zur Umkehr erfahren. Nur in Jesus schöpfen wir die Kraft, treu nach der Ordnung der Liebe Gottes zu leben.

Überlegung: Ein Katholik ist dazu verpflichtet, wenigstens am Sonntag die Einladung zur Sonntagsmesse anzunehmen, um sich von der Liebe Jesu beschenken zu lassen. – Folge ich gerne der Einladung Jesu? – Wenn ich nicht in die Kirche gehen kann, bitte ich Jesus demütig, auf geistige Weise kommunizieren zu dürfen, damit er mich im Guten stärkt? – Nehme ich mir Zeit, um Jesus in der Hl. Hostie anzubeten?

Gebet: Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach Dir. (Ps 42,2) Komm und stärke meine Seele! Amen.

– Jesus ist selbst das Brot – Joh 6,35

     Jesus ist selbst das Brot      Joh 6,35

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu Mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an Mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“

Katechese: In Seiner großen eucharistischen Rede kündigte Jesus den Juden das tiefe Geheimnis an, dass Er als Gottmensch selbst Brot werden will. Wer zu Jesus in der Gestalt des Brotes, der Hl. Hostie kommt und Ihn gläubig empfängt, wird in den Tugenden gestärkt.

Überlegung: Kenne ich die 15 glücklichsten Minuten des Tages? So wird die Zeit nach der Hl. Kommunion genannt, in der Jesus im Menschen gegenwärtig ist, bis sich die Hl. Hostie im Körper aufgelöst hat. – Nütze ich diese kostbare Zeit, um Jesus zu danken und Ihn um Kraft zu bitten, in all meinen Sorgen, Nöten und Anliegen? Schöpfe ich von Ihm viele Gnaden mit dem Gefäß des Glaubens und Vertrauens?

Gebet: Augen, Mund und Hände täuschen sich in Dir, doch des Wortes Botschaft offenbart Dich mir. Was Gott Sohn gesprochen, nehm’ ich glaubend an; Er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann. (GL 546)

– Der Leib Christi – Lk 22,19

     Der Leib Christi      Lk 22,19

„Er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu Meinem Gedächtnis!“

Katechese: Am Abend vor Seinem Leiden und Sterben am Kreuz nahm Jesus Sein Erlösungsopfer bereits voraus und setzte es zugleich gegenwärtig für alle kommenden Zeiten. Den Auftrag dazu erteilte er mit diesen Worten Seinen Jüngern und somit allen Priestern.

Überlegung: Durch die schwere Sünde war die Menschheit von Gott getrennt und der Satan, ihr Verführer, hatte Anrecht auf sie. Doch Jesus nimmt ihre Schuld auf sich und bietet allen die Erlösung an. – Nehme ich die Erlösung Jesu dankbar an? – Empfange ich Jesus, das Brot des Lebens, um in Ihm ein neues Leben der Liebe zu leben? – Bete ich um gute Priester, die uns das Erlösungsopfer gegenwärtig setzen?

Gebet: Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz, hier ist auch verborgen Deine Menschheit ganz. Beide sieht mein Glaube in dem Brote hier; wie der Schächer ruf ich, Herr, um Gnad zu Dir. (GL 546)

– Das Blut Christi – Lk 22,20

     Das Blut Christi      Lk 22,20

„Ebenso nahm Jesus nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in Meinem Blut, das für euch vergossen wird.“

Katechese: Die Trennung von Leib und Blut vollzog sich im Sterben Jesu, wo er den letzten Blutstropfen am Kreuz vergossen hat. Das Blut war im Alten Testament der Sitz des Lebens. So gibt Jesus Sein Leben hin, damit wir, die wir geistig tot waren, in Ihm das neue Leben erhalten.

Überlegung: Die Zeichen des Leidens Jesu werden zum Siegeszeichen. Der Satan ist besiegt! – Nehme ich am Sieg Jesu teil, indem ich dem Bösen absage und mit Glauben Jesus als meinen Herrn annehme? – Bitte ich Jesus, dass Er mich mit Seinem Kostbaren Blut von allen Sünden rein waschen, im Guten stärken, von Verletzungen heilen und vor dem Bösen und der Sünde beschützen möge?

Gebet: Gleich dem Pelikane starbst Du, Jesu mein; wasch in Deinem Blute mich von Sünden rein. Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld, bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld. (GL 546)

– Erneuerung des Kreuzesopfers – 1 Kor 11,26

     Erneuerung des Kreuzesopfers      1 Kor 11,26

„Sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“

Katechese: Der hl. Paulus schreibt, dass die Ältesten (= Priester) den Auftrag Jesu ernst nahmen und sich am ersten Tag der Woche (= Sonntag) versammelten, um gemeinsam das Brot zu brechen (= die Feier der hl. Messe) und den Leib Christi zu empfangen.

Überlegung: Der hl. Pater Pio wurde gefragt, wie man die hl. Messe feiern soll. Er antwortete: „Wie die Hl. Jungfrau und die frommen Frauen, mit Liebe und Mitleid, wie der hl. Johannes dem Eucharistieopfer und dem blutigen Kreuzesopfer beiwohnte.“ – Bin ich mir bewusst, dass ich bei der hl. Messe beim Kreuz Jesu stehe und das Wandlungsglöcklein Seinen Tod anzeigt? – Weiß ich, dass ich in der Hl. Kommunion die Auferstehung Jesu erlebe und dabei allen Segen des Himmels empfangen kann, wenn ich Ihn mit Glauben darum bitte?

Gebet: Deinen Tod, o Herr, verkündigen wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Amen.

– Ohne Jesus kein Leben – Joh 6,53

     Ohne Jesus kein Leben      Joh 6,53

„Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und Sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.“

Katechese: Jesus verglich sich mit einem Weinstock, an dem wir die Rebzweige sind. Abgetrennte Rebzweige jedoch verdorren. Genauso verdorren wir und können keine Früchte der Liebe bringen, wenn wir von Jesus getrennt sind und Seine Nähe nicht suchen.

Überlegung: „Eine im Leben mitgefeierte hl. Messe wird dir mehr nützen, als viele nach deinem Tod für dich gefeierte hl. Messen.“ (Joh. Chrysostomus)Kenne ich als Katholik die „Pflicht“ wenigstens einmal im Jahr die Hl. Kommunion zu empfangen und zwar in der Osterzeit? – Bin ich mir bewusst, dass meine Seele ohne Jesus tot ist und meine Werke vor Gott keinen großen Wert besitzen? – Bete ich um eine gute Sterbe­stunde, versehen mit den hl. Sakramenten der Kirche?

Gebet: Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod! Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot. Werde gnädig Nahrung meinem Geiste Du, dass er Deine Wonnen koste immerzu. (GL 546)

– Jesus stärkt die Liebe in uns – Joh 6,56

    Jesus stärkt die Liebe in uns      Joh 6,56

„Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir, und ich bleibe in ihm.“

Katechese: „Damit das christliche Leben wächst, muss es durch die eucharistische Kommunion bis zur Todesstunde genährt werden. Wie die leibliche Nahrung dazu dient, die verbrauchten Kräfte wiederherzustellen, so stärkt die Eucharistie die Liebe, die im täglichen Leben zu erlahmen droht.“ (KKK 2835)

Überlegung: Eine Bekannte hatte Knochenkrebs und litt unsagbare Schmerzen. Ihr Mann probierte alles Mögliche aus, was ihr Kraft und Linderung verschaffen könnte. Das Einzige, was ihr sichtlich half, war der Empfang Jesu in der Hl. Hostie. – Bitte ich Jesus in der Hl. Kommunion um die Liebe: Um Geduld, Vergebungsbereitschaft, Selbstbeherrschung, Reinheit usw.? – Rufe ich einen Priester zu den Kranken, um sie mit der liebenden Gegenwart Jesu zu trösten und zu stärken?

Gebet: Denk Du in mir o Jesus, dann denk ich licht und klar; sprich Du aus mir o Jesus, dann sprech’ ich mild und wahr. Amen.

– Kraft zur Einheit – 1 Kor 10,17

     Kraft zur Einheit      1 Kor 10,17

„Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.“

Katechese: Die Eucharistie ist das Sakrament der Einheit. Sie bildet die Kirche. Jesus kommt in der Hl. Kommunion zu den Menschen, um sie zu Seinem geheimnisvollen Leib zu formen. Er ist das Haupt, wir alle sollen die Glieder sein, die sich gegenseitig ergänzen und helfen.

Überlegung: Wir sollen nicht im Streit vor Jesus treten. Jesus fordert uns auf, uns zuerst mit dem Mitmenschen zu versöhnen, bevor wir Ihn in der Hl. Kommunion empfangen. – Habe ich mein Möglichstes getan, um Frieden zu stiften? – Bitte ich Jesus um die Kraft, von ganzem Herzen vergeben zu können und mich über das Glück der Anderen zu freuen? – Bete ich um die Einheit der zerrissenen Christenheit?

Gebet: Jesus, den verborgen, jetzt mein Auge sieht, stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht: Lass die Schleier fallen einst in Deinem Licht, dass ich selig schaue, Herr, dein Angesicht. (GL 546)

– Unwürdigkeit – 1 Kor 11,27

     Unwürdigkeit      1 Kor 11,27

„Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.“

Katechese: Unwürdigkeit ist kein Gefühl. Unwürdig sind wir alle, diesen hohen Gast – Gott selbst – in der Hl. Kommunion zu empfangen. Würdig macht uns Jesus selbst, wenn wir in der hl. Beichte reuevoll unsere Sünden bekennen. Wer nicht im Zustand der schweren Sünde ist, darf Jesus empfangen, um von Ihm allen Segen des Himmels zu erhalten.

Überlegung: „Kommt zur Kommunion, meine Brüder, kommt zu Jesus. Kommt, um von Ihm zu leben, damit ihr mit Ihm leben könnt. … Es stimmt, dass ihr dessen nicht würdig seid, aber ihr habt es nötig!“ (hl. Pfarrer v. Ars)Bereite ich mich mit einstündiger Nüchternheit auf den Empfang Jesu in der Hl. Kommunion vor? – Bereue ich zuvor all meine Lieblosigkeit, Unbarmherzigkeit und Übertretung der Ordnung Gottes?

Gebet: Herr, der Empfang Deines Leibes und Blutes gereiche mir nicht zum Gericht und Verdammnis, sondern zum Segen und Heil. Amen.

– Bitte um Vergebung – Mt 6,9.12

     Bitte um Vergebung      Mt 6,9.12

„Unser VATER im Himmel … erlass uns unsere Schulden!“

Katechese: Mit dem VATER Unser lehrt uns Jesus, dass die Vergebung der Sünden dem Menschen nicht automatisch zuteil wird. Sie wird dem Sünder gewährt, wenn er sich mit Vertrauen und Reue an den Himmlischen VATER wendet und IHN demütig um Vergebung seiner Sünden bittet. Denn jeder Mensch hat die Freiheit, sich für das Gute oder für das Böse zu entscheiden, um Vergebung zu bitten oder in seiner Bosheit zu verharren.

Überlegung: „Wer dich ohne dich (ohne dein Mittun) geschaffen hat, rechtfertigt dich nicht ohne dich. Er hat also einen geschaffen, ohne dass dieser davon wusste, und rechtfertigt einen nur, wenn dieser will.“ (hl. Augustinus) – Nütze ich die Gelegenheit, um Gott nach einer Gewissenserforschung mittags für den Vormittag und abends für den Tag um Vergebung meiner Sünden und Fehler zu bitten? – Nütze ich die Beichte möglichst bald in einem überschaubaren Zeitabschnitt? – Wenn ich einen Fehler begangen habe, bitte ich dann möglichst schnell Gott und eventuell den betreffenden Menschen um Verzeihung?

Gebet: Herr, demütig wende ich mich an Dich und bitte Dich: Vergib mir meine Schuld und schenk mir wieder ein reines Herz! Amen.

– Die Sünde nicht verheimlichen – Gen 3,8

     Die Sünde nicht verheimlichen      Gen 3,8

„Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten, versteckten sich Adam und seine Frau vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens.“

Katechese: Im Ungehorsam gegen die Anordnung Gottes aßen Adam und Eva im Paradies von der verbotenen Frucht. Doch die größte Sünde, die sie begingen, war der Zweifel an Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Statt sich voll Vertrauen in die Arme des Barmherzigen VATERS zu werfen, ihre Sünde demütig zu bekennen und um Vergebung zu bitten, versteckten sie sich vor Ihm.

Überlegung: „Solange ich es verschwieg, waren meine Glieder matt, den ganzen Tag musste ich stöhnen.“ (Ps 32,3) – Wie viele Menschen tragen die Last ihrer Sünden ihr ganzes Leben mit sich herum, weil sie sich schämen, es vor dem Priester in der Beichte auszusprechen! – Glaube ich den Worten Jesu: „Es gibt kein Elend, das sich mit Meiner Barmherzigkeit messen könnte!“ (Jesus zur hl. Sr. Faustina) und bekenne Ihm meine Sünden?

Gebet: Herr, nichts Geheimes bleibt Dir verborgen. Schenk mir Mut und Demut, meine Sünden zu erkennen, zu bereuen und Dir zu bekennen! Amen.

– Nicht auf den Anderen zeigen – Gen 3,12

     Nicht auf den Anderen zeigen      Gen 3,12

„Adam antwortete: Die Frau, die DU mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.“

Katechese: In der Osternacht singen wir: „O felix culpa!“ (o glückliche Schuld). Denn Jesus ist gekommen, um die Sünde Adams und Evas – die als Erbsünde auf alle Menschen übergegangen ist – auf Sich zu nehmen und zu sühnen. Wir dürfen uns zu unseren Sünden bekennen und sie Jesus ans Kreuz abgeben.

Überlegung: Wir dürfen nie, wenn wir einen Fehler begehen, ihn einer physischen Ursache zuschreiben, wie etwa einer Krankheit oder dem Wetter; wir sollen zugeben, dass unsere Verfehlung ihre einzige Ursache in unserer Unvollkommenheit hat, ohne uns jedoch je entmutigen zu lassen.“ (hl. Therese v. Lisieux) – Bekenne ich mich demütig zur Wahrheit, dass ich gesündigt habe, und bitte Gott um Vergebung? – Denke ich daran, dass ich zugleich mit drei Fingern auf mich verweise, wenn ich mit dem Finger auf andere zeige?

Gebet: Herr, demütig bekenne ich mich zu meiner Schuld vor Dir; denn so wird meine Sünde zur glücklichen Schuld, die Deine Vergebung findet! Amen.

– Die Schuld nicht ableugnen – Gen 4,9

     Die Schuld nicht ableugnen      Gen 4,9

„Der Herr sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?“

Katechese: Kain erschlug seinen Bruder Abel. Doch er bekannte sich nicht zu seiner Schuld und log Gott sogar noch an. So lastete der Fluch der Sünde auf seinem Leben und die Vergebung blieb ihm versagt. Er verharrte in seiner Bosheit, lebte fortan ruhelos und in ständiger Angst vor der Rache der anderen Menschen.

Überlegung: Jesus sagt: „Die Wahrheit wird euch befreien.“ (Joh 8,32) – Ist mir bewusst, wenn ich meine Schuld abstreite, dass ich dann weiterhin im Machtbereich des „Vaters der Lüge“ (vgl. Joh 8,44) verbleibe und keinen Anteil an der Erlösung Jesu habe, der Selbst die Wahrheit ist? – Habe ich bei der Beichte Sünden absichtlich verheimlicht oder verschönert? – Bitte ich vor der Beichte Jesus um die Gnade, mich mutig zur ganzen Wahrheit meiner Sünden zu bekennen?

Gebet: Herr, demütig bekenne ich mich zu meiner Sünde vor Dir. Sei mir gnädig und vergib mir! Amen.

Wort Gottes Kalender

Juni 2024
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Tagesevangelium

15 Juni

10. Woche im Jahreskreis – Samstag

Impulse zum Matthäusevangelium 5,33-37

"Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes...

Mehr lesen