Wort Gottes Kalender

Worte Gottes

– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2

    Der VATER als Winzer     Joh 15,1-2

„Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“

Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die Welt ist der große Weinberg des VATERS, wir aber sind die Rebzweige, die mit Jesus verbunden, gute Früchte der barmherzigen Liebe hervor­bringen sollen. Durch das Wort Jesu reinigt uns der VATER, damit wir immer mehr verwandelt werden in Seine Göttliche Liebe.

Überlegung: Kleine Kinder freuen sich nicht immer, wenn sie von der Mama gewaschen werden. Auch uns fällt es schwer, wenn der VATER unser Leben reinigen will. Nehme ich Seine Mahnungen gerne an – sei es durch das Wort Jesu, sei es durch die Kritik guter Menschen? – Nütze ich gerne die Gelegenheit zur hl. Beichte, um meine Seele von Jesus rein waschen zu lassen?

Gebet: VATER, reinige uns durch Dein Wort, damit wir Früchte guter Taten bringen zu Deiner Ehre! Amen.

– Frieden und Sendung – Joh 20,21

    Frieden und Sendung      Joh 20,21

„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie Mich der VATER gesandt hat, so sende ich euch.“

Katechese: Diese Worte sagte Jesus Seinen Jüngern nach der Auferstehung. Er schenkt uns Seinen Frieden, den Er vom VATER bringt, den wir in der Welt nicht finden können, weder in anderen Religionen noch esoterischen Praktiken. Dieser Friede ist das Geschenk der Erlösung, das uns der VATER in Jesus anbietet. Wir sind gesandt, allen diese frohe Botschaft weiterzugeben.

Überlegung: „Wir erlösen uns selbst durch eine Christuskraft, die in jedem Menschen ist! Nach 80 Millionen Wiedergeburten wird es uns gelingen!“ soweit das Angebot der Esoterik. – Ist es nicht besser, den Menschen von der Erlösung des VATERS im wahren Herrn Jesus Christus zu erzählen? Er schenkt uns schon jetzt den Frieden und einst die Freude der Auferstehung!

Gebet: VATER, Du sendest uns, um anderen Deinen Frieden und Deine Freude zu bringen. Lass uns jede Gelegenheit dazu nützen! Amen.

– Lobpreis Jesu als Bitte – Mt 14,19-20

     Lobpreis Jesu als Bitte      Mt 14,19-20

„Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“

Katechese: So wie Jesus uns beten lehrt, so beginnt auch Er selbst Sein Gebet mit dem Lobpreis. Er bittet nicht um ein Wunder, sondern dankt dem VATER bereits im Voraus für Seine Hilfe. Danach sättigt er 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.

Überlegung: Womit beginne ich mein Gebet? Danke ich zuerst dem Himmlischen VATER, oder ist mein Gebet ein einziges langes Bitten ohne tiefen Glauben an Seine Hilfe? – Danke ich Ihm auch beim Tischgebet für das tägliche Brot und Seine väterliche Vorsehung?

Gebet: Himmlischer VATER, Du schenkst uns das Brot vom Himmel. Du sättigst uns und sorgst täglich um uns. Wir danken Dir dafür. Amen.

– Danksagung Jesu – Joh 11,41.43

     Danksagung Jesu      Joh 11,41.43

„Jesus erhob Seine Augen und sprach: VATER, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“

Katechese: Bevor Jesus den toten Lazarus auferweckte, dankte er dem VATER für die Erhörung Seines Gebetes. Danach rief er den Verstor­benen aus dem Grab. Die Auferweckung Lazarus verherrlicht den VATER, der in Jesus uns allen neues Leben schenken will.

Überlegung: In der hl. Taufe schenkt Jesus auch uns das neue Leben als Kinder Gottes. Zuvor waren wir ausgeschlossen vom ewigen Leben, dem Tode verfallen. – Danke ich Gott täglich für die Taufgnade? – Bete ich für diese, die Gott noch nicht kennen, um das Licht des Glaubens an den einen, wahren Gott?

Gebet: Himmlischer Vater, wir danken Dir für das neue Leben in Jesus. Hilf uns, dass unser Leben Deinen Namen verherrliche! Amen.

– Dank Marias – Lk 1,46-49

     Dank Marias      Lk 1,46-49

„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat er geschaut. … Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan, und Sein NAME ist heilig.“

Katechese: Gott hat Maria auserkoren, dem Messias das Leben zu schenken ohne Zutun eines Mannes rein durch das Wirken des Hl. Geistes. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Nach damaliger jüdischer Sitte drohte ihr jedoch die Steinigung, da die Juden dieses Geheimnis nicht kannten. Doch furchtlos lobt Maria den Herrn und dankt Ihm bereits für Sein mächtiges Wirken in der Zukunft.

Überlegung: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschenk Gottes. Es gibt für eine Frau keine schönere Aufgabe, als einem Menschen das Leben zu schenken. Doch oft stößt sie dabei auf Ablehnung und Unverständnis. – Helfe ich ihr durch meinen Beistand und mein Gebet, damit sie Gott für ihr Baby dankt und auf Seine Vorsehung vertraut?

Gebet: Allmächtiger Gott, Du hast Großes an Maria getan. Wir danken Dir für Maria, die seit Anfang an Deinen Sohn voller Zuversicht und Dankbarkeit angenommen und geliebt hat. Amen.

– Dank Zacharias’ für die Erlösung – Lk 1,68

     Dank Zacharias’ für die Erlösung      Lk 1,68

„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause Seines Knechtes David.“

Katechese: Zacharias wusste als Priester des Volkes Israel um die große Schuld des Volkes und dass die damals üblichen Tieropfer diese Schuld nicht tilgen konnten. Nun erfuhr er voller Freude vom Kommen des Messias, des Erlösers, der diese Schuld hinweg nimmt. Sein Dank an den Himmlischen Vater fand Widerhall in seinem Lobpreis des „Benediktus“.

Überlegung: Wir brauchen uns nicht selbst erlösen. Jesus, der Retter ist da und ich darf Ihm meine Schuld abgeben durch mein reue­volles Bekenntnis, am besten in der hl. Beichte. Danke ich dem VATER täglich für die Gnade der Erlösung, dass Er mich in Jesus der Macht Satans und der Sünde entreißt?

Gebet: VATER, mit großer Blindheit sündigen wir täglich und nehmen die Erlösung als selbstverständlich an. Schenke uns ein dankbares und reuevolles Herz. Amen.

– Dank Simeons für das Heil – Lk 2,29-32

     Dank Simeons für das Heil      Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Katechese: Jahrtausende wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf den Messias. Jahrtausende sehnten sich die Verstorbenen im Scheol (= Vorhimmel / Totenreich) auf ihre Aufnahme in den Himmel. Voller Freude und Dankbarkeit erkennt der greise Simeon, dass in Jesus das Ewige Heil gekommen ist. Nun kann er ruhig sterben, denn Jesus öffnet den Verstorbenen das verschlossene Paradies.

Überlegung: Nur wenige Menschen denken an ihren Tod. In ihrem Unglauben verdrängen sie diesen Gedanken durch verschiedene Ablenkungen. Sollten wir nicht auch wie Simeon dem VATER danken für das Heil, das uns Jesus bringt, und sehnsüchtig das Kommen Jesu erwarten?

Gebet: VATER, Du hast uns den Heiland gesandt, der wirklich Heil in unser Land bringt. Wir danken Dir für unsere Hoffnung auf das Ewige Leben. Amen.

– Besiegung Goliats durch Lobpreis – 1 Sam 17,45-46

     Besiegung Goliats durch Lobpreis      1 Sam 17,45-46

„David antwortete dem Philister Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im NAMEN des Herrn der Heere, … den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. … Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.“

Katechese: Die Macht des Lobpreises zeigte sich bereits im Leben Davids. Der kriegerische Stamm der Philister bedrohte die Israeliten, die aus Angst vor ihnen fast vergingen. Doch der junge Hirtenbub David vertraute auf das mächtige Eingreifen des Lebendigen Gottes: Er lobte und pries den NAMEN Gottes und besiegte mit seinem großen Gottvertrauen den Riesen Goliat.

Überlegung: Viele Psalmen, die David verfasst hat, zeugen von einem Leben voll inbrünstigem Lobpreis und tiefem Gottvertrauen. In ihnen dankt er dem VATER für alle Wundertaten, die Er in der Mitte des Volkes vollbrachte. – Könnte ich einen Psalm in der Bibel aufschlagen und mit diesen Worten den Himmlischen Vater loben und preisen?

Gebet: Herr, Du erlöst mich von allem Unheil und rettest mich am Tag der Not. Darum danke ich Dir und lobe Deinen Namen (vgl. Sir 51,12). Amen.

– Siebentägiger Lobpreis bei Jericho – Jos 6,2-5

     Siebentägiger Lobpreis bei Jericho      Jos 6,2-5

„Sieh her, ich gebe Jericho …in deine Gewalt. Ihr sollt mit allen Kriegern um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang tun. ... Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Hörner blasen. … Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen.“

Katechese: Josua setzte nicht auf seine Kriegskünste, sondern auf das Ein­greifen Gottes. Voll Glauben an Gottes Verheißung umzog er mit den Menschen die Stadt Jericho. Sieben Tage lang priesen und lobten sie dabei Gott für den kommenden Sieg, der dann auch tatsächlich eintrat.

Überlegung: Könnte ich Gott loben mit Instrumenten, Gesang und Prozes­sionen? Könnte ich mit einer Novene (= neun Tage) Gott danken, dass er mein Anliegen so erhört, wie er weiß, dass es gut für mich ist?

Gebet: Herr, auch wir wollen in allen Lebenslagen betend und flehend unsere Bitten mit Dank vor Dich bringen (vgl. Phil 4,6). Amen.

– Lobpreis im Gefängnis – Apg 16,24-26

     Lobpreis im Gefängnis      Apg 16,24-26

Der Gefängniswärter warf Paulus und Silas „in das innere Gefängnis und schloss zur Sicherheit ihre Füße in den Block. Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.“

Katechese: Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus wurden Petrus und Silas ins Gefängnis geworfen. Doch anstatt entmutigt zu sein, priesen sie den Herrn mit ihren Lobliedern sogar im Gefängnis.

Überlegung: Aus der Todeszelle im KZ – Auschwitz drangen nicht die ge­wohnten Verzweiflungsschreie und Flüche, als der hl. Maximilian Kolbe dort verhungerte. Einstimmend in seine Loblieder fanden alle Todes­kandidaten Trost. – Wie reagiere ich, wenn ich für meinen Glauben leiden muss oder dafür verspottet werde? Lobe ich Gott auch im Leid?

Gebet: Herr, oft jammern und klagen wir bei Schicksalsschlägen und im Leid. Schenk uns dann im Lobpreis Trost und Kraft! Amen.

– Lobpreis der Heiligen im Himmel – Offb 15,2-4

     Lobpreis der Heiligen im Himmel      Offb 15,2-4

„Die Sieger… sangen: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. … Wer wird Deinen Namen nicht preisen? Denn Du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten Dich an.“

Katechese: In der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes dürfen wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen. Alle, die mit Jesus gelebt und in Ihm und für Seinen Namen gestorben sind, erleben eine unwahr­scheinlich große Freude im Himmel. Sie sehen Gott in Seiner Herrlich­keit und loben ihn ohne Ende.

Überlegung: Ein traumhaftes Musikstück lässt die Menschen in heftiges Applaudieren ausbrechen. Dies ist ein winziges Bild für das, was uns im Himmel erwartet, wenn wir Gottes Antlitz sehen und im Lobpreis jubeln. – Freu ich mich darauf einst Gott schauen zu dürfen?

Gebet: Herr, Du bist groß und wunderbar. Schenke auch uns die Gnade, dass wir Dich einst ewig im Himmel preisen dürfen! Amen.

– Anbetung der Engel – Jes 6,1-3

     Anbetung der Engel      Jes 6,1-3

„Ich sah den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. … Serafim standen über ihm. … Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von Seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“

Katechese: Dem Propheten Jesaja war das Glück beschieden, dass er dem Lobpreis der heiligen Engel im Himmel hören durfte. Ihr Lobpreis geht bereits über in tiefste Anbetung. Die Anbetung erschließt uns das Innerste der Herrlichkeit Gottes. Es ist das unaussprechliche Glück des Einsseins mit dem über alles geliebten Gott, der selbst die Liebe ist.

Überlegung: Wir beten den Lobpreis bei jeder hl. Messe: „Heilig, heilig, heilig, Gott aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit!“ – Die tägliche Anbetung schenkt unserem Leben einen neuen, tiefen Sinn. Könnte ich gemeinsam mit meinem Schutzengel Gott anbeten?

Gebet: O Gott, Du bist dreimal heilig! Mit allen Engelchören stimmen wir ein in den Lobpreis Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig! Amen.

– Die Engel loben Gott allein – Tob 12,6

     Die Engel loben Gott allein      Tob 12,6

Der Engel Rafael sagte: „Preist Gott, und lobt Ihn! Gebt Ihm die Ehre, und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und Seinen NAMEN zu verherrlichen und voll Ehrfurcht Seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, Ihn zu preisen.“

Katechese: Der Erzengel Rafael wurde von Gott gesandt, um den jungen Tobias auf seiner gefährlichen Reise zu begleiten. Er bewahrte ihn vor Unglück, heilte seine Braut von dämonischer Umsessenheit und seinen Vater von Blindheit. Als die Familie ihm dafür danken wollte, lehnte er dies strikt ab. Er ermahnte sie jedoch, Gott als den Urheber alles Guten zu loben und Zeugnis davon abzulegen.

Überlegung: Unsere Engel schauen stets das Antlitz Gottes (vgl. Mt 18,10). Sie sind ständig im Lobpreis Gottes versunken, erkennen im Lichte Gottes aber sofort unsere Not und eilen uns zu Hilfe. – Stimme ich gerne mit ein in den unablässigen Lobpreis Gottes der heiligen Engel? – Gebe ich vor anderen Zeugnis von der Hilfe meines Schutzengels?

Gebet: VATER, Herr der Himmlischen Heerscharen. Wir danken Dir für den heiligen Schutzengel. Mit ihm wollen wir Dich loben und preisen. Amen.

– Unsinnige Prahlerei – Jes 10,15

     Unsinnige Prahlerei      Jes 10,15

„Prahlt denn die Axt gegenüber dem, der mit ihr hackt, oder brüstet die Säge sich vor dem, der mit ihr sägt? Das wäre, wie wenn der Stock den Mann schwingt, der ihn hochhebt, oder wie wenn der Knüppel den hochhebt, der nicht aus Holz ist.“

Katechese: Wir Menschen sind sehr kurzsichtig. Wir sehen die wunder­bare Wirkung, vergessen aber Gott, der uns das Wollen und Vollbringen schenkt (vgl. Phil 2,13). Ohne Gott können wir wirklich nichts Gutes tun (vgl. Joh 15,5). Aber alles können wir in Jesus, der uns stets die Kraft für das Gute gibt (vgl. Phil 4,13). So gebührt alle Ehre nur dem Herrn.

Überlegung: Die kleine hl. Therese sah sich selbst als „Besen“ Gottes. „Wenn Er ihn benötigt, nimmt er ihn aus der Ecke und vollbringt große Taten. Wenn die Arbeit vollbracht ist, wird der Besen von Gott wieder in die Ecke gestellt.“ – Bin ich bereit Gott als Werkzeug zur Verfügung zu stehen?

Gebet: Herr, lass uns dieses nie vergessen: Wenn nicht Du das Haus baust, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht Du die Stadt bewachst, wacht der Wächter umsonst (vgl. Ps 127,1).  Amen.

– Ehre sei Gott in der Höhe – Lk 2,13-14

     Ehre sei Gott in der Höhe      Lk 2,13-14

„Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen Seiner Gnade.“

Katechese: Die Engel, die den Hirten von Bethlehem die Geburt des Messias verkündeten, lobten Gott für dieses große Ereignis: Für den Beginn des Sieges der Liebe Gottes über den Hass in der Welt. Zugleich zeigen sie, wie wir den wahren Frieden finden können: Alle, die Gott die Ehre geben und nicht mehr um die eigene Ehre streiten, werden den tiefen Frieden Gottes erfahren.

Überlegung: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden!“ beten oder singen wir bei jeder Sonntagsmesse. – Ehre ich Gott durch mein Leben oder kämpfe ich noch um meine eigene Anerkennung und werde sofort traurig oder ärgerlich, wenn ich von anderen nicht gelobt oder bemerkt werde? – Danke ich Gott für alles?

Gebet: VATER, nicht uns bring zu Ehren, sondern Deinen Heiligen NAMEN (vgl. Ps 115,1). Uns aber schenke Deinen tiefen Frieden! Amen.

– Gotteslob für alles Gute – Mt 5,16

     Gotteslob für alles Gute      Mt 5,16

„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Katechese: In der Bergpredigt ruft uns Jesus auf, die Augen auf den VATER zu richten, der alles Gute bewirkt. Jesus selbst wirkte in der Kraft des VATERS viele Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, weckte Tote auf. Dafür lobten die Juden aber nicht Jesus, sondern den VATER im Him­mel, der Ihm als Mensch eine solche Vollmacht verliehen hat (vgl. Mt 9,8).

Überlegung: Auch die Heiligen sahen sich nur als Werkzeuge der Liebe Gottes an. Sie zeigten immer wieder auf Gott, dem allein das Lob gebührt. – Verlange ich noch nach dem „Weihrauch“ des mensch­lichen Lobes für mich oder gebe ich das Lob der Menschen an Gott weiter? – Bin ich mir bewusst, dass Gott alles Gute in mir bewirkt?

Gebet: VATER, Du bist immer noch am Werk und wir dürfen Deine Werkzeuge sein. Gib uns den Mut und die Kraft Dir alle Ehre abzugeben, die wir erhalten! Amen.

– Ehrsucht verhindert Glauben – Joh 5,44

     Ehrsucht  verhindert Glauben      Joh 5,44

„Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?“

Katechese: Viele angesehene Juden wagten es aus Menschenfurcht nicht, sich zu den Jüngern Jesu zu zählen. Die Ehre in den Augen der Menschen war ihnen wichtiger als die Ehre, Kinder Gottes zu werden. Nikodemus, einer von der hohen Priesterklasse, suchte Jesus nur heimlich in der Nacht auf, damit niemand es merke. Demütige Menschen, die sich nicht um das Gerede der Menschen kümmerten, folgten Jesus nach.

Überlegung: Die Moslems legen ihren Gebetsteppich aus, um Allah zu loben, egal was die Menschen von ihnen denken. – Wage ich mich im Beisein anderer Menschen Gott zu danken, zum Beispiel beim Tischgebet im Gasthaus? – Bekenne ich mich zu Jesus in der Öffentlichkeit?

Gebet: VATER, oft verleugnen wir aus Menschenfurcht den Glauben an Dich und machen faule Kompromisse. Stärke unseren Glauben, damit wir immer bereit sind, Dich zu loben, auch wenn wir dafür verspottet werden. Amen.

– Gotteslob wider den Mainstream – Lk 6,26

     Gotteslob wider den Mainstream      Lk 6,26

Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“

Katechese: Jesus erinnert in den Seligpreisungen daran, dass für uns Christen andere Werte wichtig sind, nämlich die Verherrlichung Gottes und das Leben nach Seinen Geboten. Es gab aber immer wieder Propheten, die den Menschen nach dem Mund redeten und ihnen schmeichelten, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Jesus dagegen verkündete den Menschen mutig die unbequeme Wahrheit.

Überlegung: Die Welt lobt die ihren, aber nicht Gott. Die anderen werden ausgegrenzt, geächtet, getötet. – Suche ich zuerst die Verherrlichung Gottes, indem ich mutig zu meinen christlichen Überzeugungen stehe oder suche ich noch faule Kompromisse? – Sage ich immer mutig die Wahrheit und vermeide jegliche Notlüge?

Gebet: VATER, schütze mich davor, den Menschen zu schmeicheln, nur um ihre Gunst zu gewinnen. Gib mir Kraft, für Deinen Namen auch Schweres zu ertragen und Dich so durch mein Leben zu lobpreisen! Amen.

– Dankbarkeit für Hilfe – Lk 17,15-16

     Dankbarkeit für Hilfe      Lk 17,15-16

Einer von den Aussätzigen „kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte Ihm. Dieser Mann war aus Samarien.“

Katechese: Zu Jesus kamen zehn Aussätzige und flehten um ihre Heilung. Nur einer von ihnen, dazu ein Samariter, von einem Volksstamm, der von den Juden verachtet wurde, kehrte zurück, um Gott für die Gesundheit zu danken und in Ihm Gott anzubeten.

Überlegung: „Die Not lehrt beten“, sagt ein Sprichwort. Sobald die Not an die Tür klopft, wird der ganze Himmel bestürmt. Wenn Gott uns in Seiner Huld beschenkt, wer denkt dann noch ans Danken? Der hl. Vinzenz Pallotti machte sich zur Gewohnheit Gott ebenso lange zu danken, wie er Ihn um Gnaden gebeten hat. – Danke ich dem VATER innig für jede Gnade: Für meine Familie, Arbeit, Gesundheit usw.?

Gebet: Herr, Du erhörst immer jedes Gebet, wenn auch oft anders als ich es erwartet habe. Voll Ehrfurcht werfe ich mich vor Dir nieder und danke Dir für all Deine Hilfe! Amen.

– Löchriger Geldbeutel – Mt 6,2

     Löchriger Geldbeutel      Mt 6,2

„Wenn du Almosen gibst, lass es nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“

Katechese: Jesus lädt uns ein, durch Almosengeben Schätze für den Himmel zu sammeln. Doch wenn das Motiv unseres Gebens nicht die Ehre Gottes allein ist, sondern wir von den Menschen Lob dafür erwarten, dann haben wir mit dem Lob unseren Lohn bereits erhalten.

Überlegung: Jedes menschliche Lob, das wir für unsere guten Taten erwarten, reißt ein Loch in den „Geldbeutel“, mit dem wir Verdienste für den Himmel sammeln. – Ist mir bewusst, dass empfangene Ehre von Menschen bewirkt, dass man mit leeren Händen vor Gott erscheint? Sollte ich als Verwalter der Güter Gottes auf Erden meine Liebespflicht nicht in Bescheidenheit und Demut erfüllen?

Gebet: Vater im Himmel hilf uns, unser Almosen so zu geben, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Denn Du siehst und vergiltst das Verborgene, das wir aus Liebe zu Dir und zu Deiner Ehre tun. Amen.

– Der VATER als Winzer – Joh 15,1-2

– Der VATER als Winzer – Joh 15 ,1-2 „Ich bin der wahre Weinstock, und Mein VATER ist der Winzer. Jede Rebe an Mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“ Katechese: Jesus nützt Gleichnisse aus dem Alltagsleben. Die...

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Tagesevangelium

30 Jan.

4. Woche im Jahreskreis – Montag

Impulse zum Markusevangelium 5,1-20

Verlass diesen Mann, du unreiner Geist!

 

"Jesus und die Jünger kamen an das andere Ufer des Sees, in das Gebiet von Gerasa. Als er aus dem Boot stieg, lief ihm ein Mann entgegen, der von einem unreinen Geist besessen war. Er kam...

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