10. Woche im Jahreskreis – Samstag

Kalender
WG-Kalender
Datum
12.06.2021

Beschreibung

10. Woche im Jahreskreis – Samstag

Impulse zum Matthäusevangelium 5,33-37

"Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen."

 

Pflege die Treue und Wahrhaftigkeit! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um ein Herz, das frei ist von jeglicher Falschheit, und um eine tiefe Liebe zur Wahrheit.

 

  • Ich begebe mich auf den Berg, wo die Menschenmenge um Jesus herum versammelt ist. Ich setze mich zu den Zuhörern. Ich stelle mir vor, wie durch die Menge die Stimme Jesu zu mir dringt: „Ihr habt gehört …“ (v. 33).
  • So geschieht es täglich. Jesus geht auf den Berg und wartet auf mich mit Seinem Wort. Vermag ich, es auf den „Berg“ zu gehen? Vermag ich es, trotz meiner Beschäftigungen, Sorgen und anderen Angelegenheiten, in der Bibel zu lesen und mit dem Wort zu beten, um es im Herzen zu bewahren?
  • Gott ekelt sich vor dem falschen Wort, vor der Lüge (v. 33-36). Im Alten Testament warnt er oft vor dem Meineid. Ich frage mich nach der Wahrhaftig­keit und Ehrlichkeit in meinen Gesprächen, in meinem Verhalten.
  • Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast“ (v. 33). Ich verweile etwas länger bei diesen Worten. Welche Schwüre, Gelübde, Versprechen habe ich vor Gott abgelegt? Habe ich sie gehalten? Ich schaue auf mein bisheriges Leben aus der Perspektive der Treue zu Gott.
  • „Schwört überhaupt nicht …!“ (v. 34). Jesus warnt mich vor dem inhaltslosen Schwören auf heilige Dinge. Ich soll nicht auf leere Worte bauen, sondern auf Gott allein. Er ist das einzige Wort, in dem ich Halt finde.
Gott erwartet von mir keine großen Worte und feierlichen Beteuerungen. Er will, dass meine Worte einfach und entschieden sind – unterstützt vom Leben. Ich soll meinem vor Gott ausgesprochenem „Ja!“ treu sein und festhalten an meinem „Nein!“ dem Bösen gegenüber! (v. 37)