15. August - Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

Kalender
WG-Kalender
Datum
11.08.2022

Beschreibung

15. August - Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

Impulse zum Lukasevangelium 1,39-56

Der Mächtige hat Großes an mir getan: Er erhöht die Niedrigen

 

"Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück."

 

Betrachte die Menschlichkeit Mariens! (nach P. Wons)

Um was bitte ich? – Um menschliche Empfindsamkeit und Einfachheit in den Begegnungen mit dem anderem Menschen.

 

  • Ich schaue auf Maria, die in die Ferne eilt und dabei die schwere Reise auf sich nimmt, um Elisabeth zu helfen (v. 39). Ich bitte Maria, dass sie mir erlaubt, sie auf dem Weg zu begleiten. Ich versuche mich in ihr Erleben hineinzufühlen.

 

  • Ich bemerke die Freude auf dem Gesicht von Elisabeth, als Maria sie begrüßt (v. 40-45). Zwei Frauen, die sich in Demut begegnen. Sie umarmen sich voller Liebe und Wertschätzung. Ich betrachte ihr Treffen, ihre Gesten, ihr Gespräch.

 

  • Wie sehen meine Beziehungen mit den Allernächsten aus, in der Familie und in der Gemeinschaft? Kann ich allen, ohne Ausnahme, entgegenkommen? Gibt es auch solche Personen, die ich meide und aus verschiedenen Gründen nicht helfen will? Wer ist es? Im herzlichen Gebet bitte ich Maria, dass sie mir helfen möge, mich ihnen zu nähern.

 

  • Ich schaue auf Maria, die voller Dankbarkeit vor Gott ihre Freude zum Ausdruck bringt. Sie preist Ihn für Seine Güte und Barmherzigkeit. In Ihm selbst entdeckt sie ihre Würde und ihren Wert. Sie freut sich an ihrer Berufung. Das Gebet Mariens wird zum Spiegel der Schönheit ihrer Seele.

 

  • Mit tiefgründiger Aufmerksamkeit entdecke ich in den weiteren Versen des Magnifikat die geistige Schönheit Mariens (v. 46-55). Welche Tugenden Mariens berühren mich besonders? Ich schaue auf Sie und sättige das eigene Herz an der Schönheit ihres Innenlebens.

 

  • Was kann ich über mein persönliches Gebet sagen? Die Qualität des Gebets ist ein Spiegelbild der Qualität meines Innenlebens. Welche Worte vom Gebet Mariens könnte ich als die Meinigen wiederholen, und welche erscheinen mir fremd und entfernt?

 

Im herzlichen Gespräch mit Maria bitte ich Sie, dass sie mir den demütigen Dienst und das tiefe innere Gebet lieben lehren möge. Um das gleiche bitte ich für meine Allernächsten. Ich beende das Gebet mit dem Magnifikat.